tamatom. liebe, teufel, hühner

tamatom. liebe, teufel, hühner

tamatom. liebe, teufel, hühner

kinderbuch

sammelband der tamatom-reihe mit den ersten drei bänden
384 s. | ca. 220 sw-illustrationen von jacky gleich
14,8 x 21 cm | klappenbroschur
kwasi verlag 2013 || 3. auflage 2017
32 fr. | 30 € || ab 10 jahren
ISBN 978-3-906183-10-7

rezensionen

„unbeschwertes und zuversichtliches kinderbuch“
bernadette bullinger, 1001buch 03|05

„bruno blumes text ist mutig in der ausfaltung seines themas, direkt, nachvollziehbar und sensibel.“
verena stössinger, weiterfliegen. empfehlenswerte kinder- und jugendbücher 2008

„eine spannende und zuweilen auch komische geschichte rund um das thema liebe […] und besonders für kinder geeignet, die sich auf dem sprung in die pubertät befinden“
arbeitsgemeinschaft jugendliteratur und medien in der gew

„warmherzig erzählt“
wdr

„eine spannende geschichte, die aber auch zwischenmenschliche und religiöse bereiche thematisiert. sie dürfte als llassenlektüre für einigen diskussionsstoff sorgen.“
b. papadopoulos, kklick.ch

freundschaft, verliebtsein, schwierige familienverhältnisse, massentierhaltung, (un)gesunde ernährung, gentechnologie …  blume nimmt kinder […] ernst und scheut sich nicht, missstände zu benennen.“
doris lanz, querlesen von kjmbefr.ch

asperger

die tamatom-reihe gehört zu meinen frühen büchern, in denen das asperger-syndrom noch keine große rolle gespielt hat.
da tamara und tom mir als kind nicht unähnlich sind – tom wie ich war und tamara wie ich gern gewesen wäre –, gibt es gleichwohl einige bezüge, die asperger:innen liegen, etwa notwendige temporäre rückzüge, viel nachdenken und unkonventionelle lösungen.
als typisch für asperger:innen empfinde ich auch die feste freundschaft zwischen den beiden, an der auch gelegentliche (heftige) meinungsverschiedenheiten nicht rütteln.

 

tamatom. liebe, teufel, hühner

beschreibung

tamara und tom sind tamatom und bestehen ein alltagsabenteuer nach dem anderen: monat für monat kannst du sie während einer woche begleiten: beim verlieben in der schule, dem teufel auf der spur im rittergut münchenstein, bei der supergeheimen hühner-befreiung.

der schmöker versammelt die vollständigen bände 1 (liebe), 2 (teufel) und 3 (hühner).

leseprobe

TamaTom und die Liebe
Völlig außer Puste setzt sich Tamara auf die Hofmauer. Sie hat zwar zwei Tore geschossen, aber sie haben trotzdem 10:8 ver­loren. Auf dem Feld streiten sich die Jungs über den Siegtreffer. Stefanie setzt sich neben Tamara und guckt zu den Jungs. „Hat Bastian nicht toll gespielt?”, fragt sie, und Tamara ahnt schon, was gleich kommt. „Er ist ja so süß!”, seufzt Stefanie übertrieben.
„Bist du nicht mehr in Eric?”, fragt Tamara.
„In Eric? Das ist doch ewig her”, entrüstet sich Stefanie. „Mit dem hab ich ja letzte Woche schon Schluss gemacht.”
Schmachtend schaut sie zu Bastian und schwärmt weiter: „Bastian ist viel hübscher. Und er passt so gut zu mir.”
Tamara will aufstehen, das interessiert sie nicht, aber Stefanie hält sie zurück. „In wen bist du verliebt?”, fragt sie lauernd. Weil Tamara nicht antwortet, hakt sie nach: „Bist du in Ehab oder in Tom?”
„Quatsch!”, ärgert sich Tamara. „Ich bin doch nicht verliebt! Tom ist mein bester Freund. Das ist alles.” Mit einem Ruck steht sie auf und geht rein. Das geht Stefanie gar nichts an!

TamaTom und die Teufel
Tamara öffnet die Augen. Sie liegt im Bett, Tom sitzt neben ihr und fragt: „Alles in Ordnung?“
Ruckartig richtet sie sich auf, schaut sich um. Als sie erkennt, dass sie im Zimmer in der Ferienwohnung ist, lässt sie sich stöhnend zurück ins Kissen fallen. „Uff! Das war vielleicht ein bescheuerter Traum. Besser, ich erzähl ihn dir nicht.“
„Sag nicht, du hast vom Schloss geträumt.“
„Irgendwie schon. Vom Weg dorthin. Und von dem Licht.“ Sie erzählt Tom den Traum beim Anziehen. Dann schleichen sie hinaus. Tom übernimmt das Wecken von Jo. Tamara setzt sich solange auf den Treppenabsatz und denkt über den Traum nach. Dass sie vom Licht träumt, leuchtet ihr ja noch ein. Aber warum vom Handy? Will ihr das was sagen?
‚Ich ruf morgen mal zu Hause an‘, beschließt sie.
Jo ist völlig verschlafen und muss sich am Geländer fest­halten, um nicht die Treppe runter­zufallen. Die kalte Luft im Hof tut ihr gut.
Plötzlich bleibt Tom stehen. „Da ist was!“, zischelt er.
Ein Schatten hat sich von der Hauswand gelöst. Es ist so dunkel, dass er kaum erkennbar ist. Der Mond ist weg, fällt Tamara auf, und dass es in ihrem Traum genau­so dunkel war.
„Bist du das, Ritschie?“, fragt Tamara.
„Hab schon auf euch gewartet“, antwortet Ritschie. „Wir haben Glück, es schlafen alle. Dummerweise ist der Mond schon untergegangen. Sein Licht hätten wir gut brauchen können. Jetzt muss es eben die Taschenlampe richten.“ Er hält etwas hoch und klopft mit dem Finger dagegen. Es ist eine große Stablampe. „Leuchtet dreißig Meter! Mach ich jetzt aber mal nicht an, damit uns niemand sieht.“
Ritschie ist offensichtlich hellwach und immer noch der Alte. Aber in dieser Dunkelheit ist es Tamara ganz recht, dass er so cool wirkt.

TamaTom und die Hühner
Die Hühner sitzen dicht gedrängt. Manche drehen ihre Köpfe zu ihnen. Leises Gackern ist von den Tieren zu hören, die nahe dem Mittelgang kauern. Diese Hühner sind nicht mehr süß, sondern ganz schön fett, obwohl sie noch nicht ausgewachsen sind. Sie tragen ganz kleine Kämme und sehen überhaupt un­fertig aus. Träge picken sie das gepresste Futter, das zwischen ihnen auf dem Boden herumliegt.
Hier gibt es nicht viel zu sehen. Es stinkt ganz schön und die gespenstische Stimmung wirkt bedrückend. Die Kinder sind froh, dass Herr Keller sie bald wieder hinausführt. Doch da sagt Mileva: „Da ist ein totes Huhn.“
Sofort bleiben alle stehen und schauen sich um. Ungläubig die einen, neugierig die anderen. Mileva zeigt in die Richtung und nach und nach sehen es alle: Ein Huhn liegt auf der Seite und rührt sich nicht.
Die Kinder rufen aufgeregt durcheinander: „Ist das wirklich tot? Warum liegt es dort? Was ist passiert? Warum ist es ge­storben?“

illustrationen

 

  

auszeichnungen

von den drei enthaltenen bänden wurde tamatom und die liebe ausgezeichnet:

  • schweizer kinder- und jugendmedienpreis, shortlist 2008
  • die 10 bremer besten, kinderjury 2005

zusammengenommen sind die tamatom-bände der verkausbestseller im kwasi verlag.

meretlein

meretlein

meretlein

jugendbuch, belletristik

40 s. | 6 doppelseitige sw-illustrationen von laura jurt
originaltext von gottfried keller
14,8 x 21 cm | klammerheftung
sjw 2012 || 7 fr. | 6 €
ab 12 jahren und für erwachsene
ISBN 978-3-7269-0617-7

rezensionen

Bruno Blume hat den Originaltext aus dem Grünen Heinrich so bearbeitet, dass auch heutige Jugendliche ihn verstehen können. Dabei hat er es geschafft, den Duktus der Sprache aus dem 19. Jahrhundert beizubehalten, so dass wir auch die historische Perspektive erfassen. Die Geschichte des hochbegabten, fantasievollen Mädchens, das nicht in die gottesfürchtige Zeit passt, hat seine Aktualität nicht verloren. Zwar geschieht es kaum mehr, dass Kinder wegen Ungehorsams geschlagen werden, dennoch sind wir weit davon entfernt, sagen zu können, dass Kinder nicht mehr misshandelt werden. Gerade die Verfremdung durch die Vergangenheit vermag, dass Jugendliche leichter über ihre diesbezüglichen Probleme sprechen können. Laura Jurts prägnante Zeichnungen unterstützen den Text in dessen Interpretation ausgezeichnet.
elisabeth tschudi-moser, pädagogisches zentrum basel-stadt, kjl.edubs.ch

„Was ist es, das mich so fesselt? Auf dem Cover des kleinen Heftchens blickt mich das Gesicht eines jungen Mädchens an. Seine Stirn ist bleich, die Augen groß und ernst. Seine Haare und der Hintergrund sind in rot gehalten. Die Farbe des Lebens, die Farbe des Feuers, die Farbe des Sterbens. Hinter der bleichen Haut leuchten grau die Augen des Todes. Hinter verschlossenen Lippen blitzen die Zähne im Schädel auf. Leben und Tod in einem. Empfunden und gezeichnet von der Schweizerin Laura Jurt, die Meretlein aus Gottfried Kellers Der grüne Heinrich das Antlitz verliehen hat […], dass es mich beim Lesen und Blättern schaudert.
Erzählt wird die Geschichte eines Mädchens, das etwas Besonderes ist. Nun sind zwar alle Kinder etwas Besonderes – aber nicht jedes Kind erfährt Verständnis und Zuneigung, wenn es wirklich besonders ist, also anders ist als die anderen. Und besonders auffällig sind die, die sich den Regeln der gängigen Erziehung verweigern oder sich dem jeweiligen gesellschaftlichen Konsens entziehen. […] Das Meretlein soll ein liebliches, ein zartes, ein schönes Kind gewesen sein. Doch weil nicht sein kann, was nicht sein darf, wird das Mädchen in Pflege zu einem Pfarrer auf das Dorf gegeben. Damit er es an Kindesstatt annehme und erziehe. Was dann an diesem Un-Ort geschieht, entfaltet […] eine Wucht, die uns noch heute das Herz zusammenkrampft. So notiert der Pfarrer in sein Tagebuch: Da sie die Bettdecke über den Kopf zieht, wenn ich abends mit ihr beten will, habe ich die Decke entfernen lassen. Muss sie nun frieren nachts, wird ihr das auf den rechten Weg helfen. Oder: Der kleinen Meret habe ich ihre wöchentlich zustehende Strafe erteilt. Dazu habe ich mir eine neue Rute besorgt, die ihr Werk ausgezeichnet verrichtet. Später wird sie in eine Räucherkammer eingesperrt, noch stärker gezüchtigt, einer Hungerkur ausgesetzt. Hilfe von anderen wird vereitelt. Mehrmals entwischt sie. Läuft zum See, springt ins Wasser, vergräbt sich in die Erde. Diese kleinen Fluchten werden noch intensiver durch die sehr klaren, einfachen schwarz-weiß Grafiken von Laura Jurt.
Das geht so lange, bis das Mädchen ganz und gar eingesperrt wird. […] Es ist die letzte Maßnahme, die der Pfarrer im Namen des Herren anwendet. Meretlein stirbt. […] Er hat sie von nun an auf dem Gewissen.
Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Das passiert heute noch. Weil sie Angst vor dem Anderen haben.“
annette maennel, weibblick.com

„Der Pfarrer hatte den Verlauf seiner Misshandlungen akribisch in einem Bericht festgehalten […]. Das Meretlein verblieb im Gedächtnis  als diejenige, die Fische und andere Tiere bannen und alle Menschen um sich herum verliebt machen konnte. Es ist eine Künstlerin!“
carola muysers, berlin-woman.de

„Bruno Blume hat diese eindrückliche, Spuren hinterlassende Geschichte in unsere Sprache gesetzt. Das Cover […] verrät, dass etwas Vergangenes, Trauriges drin steckt. In der Oberstufe einsetzbar bei historischen Tatsachenberichten. Ergreifend!
r. müller, kklick.ch

links

illustratorin:
laura jurt

verlag:
sjw.ch

asperger

meret erhält vor 300 jahren das prädikat, mit dem heute so viele neurodiverse kinder abgestempelt werden: nicht beschulbar. raus aus der gemeinschaft, rein in die sonderschule

das unerständnis, das meret in ihrer natürlichkeit entgegengebracht wird, kennen viele asperger:innen. das leid, das meret deswegen widerfährt, möge ihnen erspart bleiben.

meretlein

beschreibung

meret überlebt die geschichte nicht, das macht schon das titelbild klar. sie ist ein außergewöhnliches kind, wird von allen geliebt, selbst von den tieren. aber sie hat ihren eigenen willen und weigert sich, in der schule zu lernen, und in der kirche zu beten verabscheut sie. deshalb wird sie von ihrer familie zu einem pfarrer in pflege geschickt – er soll sie „erziehen“.

die hoch tragische geschichte von gottfried keller (aus dem roman der grüne heinrich, 18. Jh.) ist hier neu erzählt, eng am original und dennoch modern und verständlich. die tagebuchform aus der sicht des pfarrers ist beibehalten, so dass die leser:in nicht ausweichen kann und sich die sicht und das leid der kleinen meret selber imaginiert.

leseprobe

4. Juni 1713
Heute ist das Meretlein mit den Bauernkindern in den Wald gestrolcht und hat im Teich gebadet. Wie meine Magd wahrheitsgemäss berichtet hat, war sie dabei nackt! Sie hatte ihr Busshemd, das ich ihr zu tragen befohlen hatte, ausgezogen und an einen Ast am Baum gehängt. Auch hat sie nackt getanzt und die anderen zu frechem Unfug angestiftet. Ich sah mich gezwungen, ihr allen Umgang mit den Dorfkindern zu verbieten. Ich habe sie in ihrem Zimmer eingesperrt und sehe keine Möglichkeit mehr, dass sie in Zukunft frei herumgehen darf. Sie wird im Haus bleiben müssen und nur dne Pfarrgarten nutzen, damit sie nie mehr auf solche Gedanken kommen kann.
Ich habe sie beträchtlich mit der Rute gezüchtigt und sie anschliessend in die Räucherkammer gesperrt.

22. Juni 1713
Vorgestern ist das Kind verschwunden! Den ganzen Tag haben wir gesucht. Ich liess die Mägde jeden Winkel im Haus durchsuchen und den ganzen Garten. Den Knecht hab ich sogar zum Wald laufen und nach dem Kind rufen lassen. Sie war nicht zu finden und tauchte auch am nächsten Tag nicht auf. Ich traute mich nicht, der gnädigen Frau zu schreiben von dem Verlust, zumal an dem Tag das Pflegegeld eingetroffen und wieder erhöht worden war.
Heute Mittag um 12 Uhr wurde sie endlich aufgespürt! Sie sass zuoberst auf dem Buchenloo in der Sonne. Sie sass völlig entkleidet auf ihrem Busshemd und wärmte sich. Sie trug ihr Haar offen und hatte einen Kranz aus Buchenlaub aufgesetzt. Um den Bauch trug sie eine Art Schal, der aus dem gleichen Laub geflochten war. Vor sich hatte sie eine Menge schöner Erdbeeren liegen gehabt, von denen sie sich voll und rund gegessen hatte. Als sie uns entdeckte, wollte sie erneut ausreissen. Wir konnten sie aber einfangen, weil sie zuerst in ihr Hemd schlüpfen wollte, wohl um ihrer gerechten Strafe zu entkommen. Der Knecht musste sie nach Hause schleppen, doch sie wehrte sich so sehr, dass ich selbst mit anfassen musste. Zu Hause tat ich an ihr, was ich tun musste. Jetzt ist sie verwirrt und scheint krank zu sein. Es ist kein vernünftiges Wort aus ihr herauszukriegen, obwohl ich sie tüchtig mit der Rute behandelte. So weiss ich nicht, wie sie die drei Tage überlebt, wo sie geschlafen, was sie weiter gegessen hat. So wahr mir Gott helfe, habe ich mein Möglichstes getan und habe nun starke Schmerzen im rechten Arm.

illustrationen

auszeichnung und übersetzungen

laura jurt hat mit den illustrationen den renommierten werkpreis 2015 der hans-meid-stiftung gewonnen.

dieses buch wurde in alle schweizer landessprachen übersetzt:
französisch (mérette)
italienisch (la piccola meret)
rätromanisch / vallader (merettina)
alle ausgaben kannst du hier bestellen, bitte unter anmerkungen die sprache angeben!

mein mann hat alzheimer

mein mann hat alzheimer

ratgeber, fachbuch

386 s. | text von rosa stutzer-krenn
14,8 x 21 cm | taschenbuch
bod 2020 || 25 fr. | 17,90 €
ISBN 978-3-7526-6819-3

mein mann hat alzheimer

ein langer, schwerer abschied

beschreibung

mein mann fliegt mit fast achtzig Jahren nach guatemala – allein, weil ich mich weigere, mitzugehen. er fliegt, obwohl alle es ihm abraten, die ärzte auch und ich erst recht, sogar schriftlich!
wir sind zuvor schon zweimal zusammen dort gewesen, ich wusste, wie es ausgehen würde. will er sich und uns allen beweisen, dass er gar nicht an alzheimer erkrankt sei?
kaum dass er angekommen ist, will er auch schon wieder nach hause; gebucht hat er für zwei monate! erst nach langer suche findet sich eine fluggesellschaft, die ihn überhaupt noch fliegen lässt – und nur, weil wir seine erkrankung verschweigen.
nach einer woche ist er zurück, und am nächsten tag bringen wir ihn mit dr. f. in die klinik. es ist der anfang einer jahrelangen leidensgeschichte, nicht nur für ihn.
allein zu hause, verfasse ich die notizen zu dieser schweren krankheit.

leseprobe

7      Meine Familie
11     Notizen über deutliche Symptome
15     Es wird schwieriger: Von Notizen zum Tagebuch
27     Befund Alzheimer – und jetzt?
47     Die Einweisung
79     Neuanfang im neuen Heim?
159    Nach zwei Jahren wieder ein Umzug – der letzte?
272    Schon fünf Jahre im Heim: Viel Routine und immer wieder kleine Überraschungen
355    Wieder zu Hause: Wie wird das gehen?

Befund Alzheimer – und jetzt?

16.09.05
Wir gehen zusammen nach Baar zu Dr. F. Robert muss einige Tests über sich ergehen lassen, passt ihm gar nicht. – Robert interessieren Politik und Weltgeschehen nur noch selten; auch mit dem Wetter und der Temperatur hat er Mühe!

25.09.05
Er muss immer weiter und bleibt doch stehen!
Spielen ein Domino, er wollte! Je länger wir spielen, umso schwieriger wird es für ihn, beim vorletzten Spiel wirft er mir die Steine hin; erschrecke mich. Und dann in einer Wut: „Du bist nicht mehr die Rosl. Mit den Kindern bist du lieb und nett, nur mit mir nicht, den ganzen Tag bist du gegen mich!“ Bin fertig! Muss gehen, aber räume erst die Steine in die Schachtel; er macht mit!

26.09.05
Komme vom Spazieren zurück: Robert: „Wo warst du? Warum sagst du nichts, wenn du fortgehst?“ Später: Er findet seine Brille nicht, meint, dass ich sie beim Betten runter geworfen hab. Sage ihm, dass ich sie nicht gesehen hab, er schreit mich an: Ich solle für drei, vier Wochen heimgehen, damit er zur Ruhe komme, er werde noch ganz krank wegen mir!

28.09.05
Heute ist er ziemlich nett zu mir – weil ich ihm von meiner Herzattacke erzählt habe?

29.09.05
Dr. F’s Befund: Alzheimer! Robert reagiert nicht darauf! Der Arzt sagt noch dies und das, was wir machen können und: je besser die Partnerschaft, umso besser für den Patienten! Für ihn ist es ganz einfach, da hat mir Dr. E. schon besser geholfen.

02.10.05
Robert fährt am Sonntag zur Migros, er erzählte es mir.

07.10.05
Bruno redet Robert wegen Alzheimer an, er: „Ich habe nicht Alzheimer.“

16.10.05
Robert ruft Andrea an, er sagt ihr, dass „wir“ mit dem Auto nach Amerika wollen und ob sie die Telefonnummer der US-Botschaft ausfindig machen könne? Uff, da hat er die Richtige gewählt! Bin ja froh, andrerseits möchte ich Robert eigentlich die Vorfreude nicht nehmen, obwohl es für mich unmöglich wäre. Er probiert es bei Thomas, auch er rät ihm, das Flugzeug zu nehmen. Später beginnt er wieder davon; er hat keine Ahnung, was da auf ihn zukommen würde – er glaubt, wo anders ginge es ihm besser.

23.10.05
Frage Robert, ob er etwas spielen will. Nein, er will, dass ich ihm helfe, dass Peti unsere Wohnung nicht verändert, nicht umbaut! Oder, dass Peti und Dominique auf der Heubühne schlafen könnten, mit uns zusammenwohnen. Was soll denn das? Später: Petis Pläne gefallen ihm doch. Es ist so schwierig.

24.10.05
Am Vormittag hat Robert noch das Pyjamaoberteil an. Sage ihm ganz freundlich, dass er es ausziehen soll, er schreit: „Nichts ist recht, ich mach so vieles, und du …“

25.10.05
Fahren nach Winterthur; nicht einfach. Es dauert, bis wir die Hyundai-Garage finden und jemanden, der ihm hilft, die Blätter der US-Botschaft auszufüllen. Der Mann erkennt, dass die Formulare für einen Import sind. Er rät ihm „von Herzen“ ab, mit dem Auto in die USA zu reisen! Hätte den Mann am liebsten umarmt!

01.11.05
Robert fährt nach Zug zu einem ehemaligen Schüler. Um halb zwei ruft er an und fragt, ob ich ihn abholen komme? Sage ihm, dass er ja das Auto hat. Dreimal ruft er an: Ich hätte ihm sagen sollen, dass er mit dem Bus fahren soll! Moni fährt mit mir nach Zug – wir halten nach Robert Ausschau, er sagte was von Landis & Gyr; wieder zurück. Und plötzlich steht er da, ganz verschwitzt, ohne Auto, er ist zu Fuss gegangen, weiss nicht, wo das Auto steht. Später fährt Katrina mit uns nach Zug, wir suchen das Auto in der ganzen Stadt, finden es dann in der Nähe der Guthirtkirche.

12.11.05
Robert redet mit Ernst im Keller: Dass er nicht anbauen will! Peti weiss noch nichts davon!
Robert hört viele komische Geräusche im Haus!

28.11.05
Um halb fünf steht Robert auf, kommt mit dem Foto­apparat zum Bett: „Warum hast du alles anders gemacht?“ Er zieht die Decke zurecht und macht ein Foto. Sagt, dass ich das zweite Foto hätte machen sollen. Als ich ihn frage, für was er fotografiert, winkt er nur ab; habe plötzlich Angst! Er geht wieder raus, kommt bald wieder ins Bett. Jede Stunde fragt er nach der Zeit, das Radio stellt er auch an. Am Morgen weiss er von nichts.

 

30.06.06
Robert ruft zweimal an: Er habe für John den Brief geschrieben und einen Brief vom Verwaltungsgericht bekommen. Wann ich komme? Bin dann schon um zwei bei ihm. Er hat eine Vorladung für den 4. Juli vor Gericht! Wie wird er da zurechtkommen?

01.07.06
Besuch ihn nicht. Er ruft gegen Abend an, höre Hildegards und Pauls Lachen!

02.07.06
John kann nicht mit, hilft Marina beim Zügeln. Robert ist ziemlich ruhig. Setzt mir Kirschen und Truffes vor. Frage ihn, wer das gebracht hat. Nach einer Weile weiss er es, aber Hildegards Name fällt ihm nicht ein.
Der bevorstehende Gerichtstermin macht ihm zu schaffen. Was er vorbringen will: Dass hier so viel geraucht wird und dass die Leute so unmenschlich sind!!! – Zum ersten Mal sagt er: „Du musst jetzt nach Hause.“

03.07.06
Roberts Zimmer ist verschlossen! Finde ihn auf der anderen Seite des Ganges, er geht mit mir in sein schon wieder neues Zimmer! Dieses Mal sei es ohne Schwierigkeiten gegangen, er sollte es hier ruhiger haben, seine Mitpatienten kommen hier nicht ins Zimmer! – Wir töggelen – ich verliere total. Dass er das noch so gut kann!?

04.07.06
Heute ist der Termin, wir warten. Erstaunlicherweise ist Robert frisch und fröhlich. Er erzählt uns einiges: „Wer wohl denen gesagt hat, dass ich mir das Leben nehmen wollte? Wie meine Frau es mit mir ausgehalten hat?“ Das Protokoll von dem Gespräch hätte ich gern. – Evelin muss leider auf den Zug. Wir wollten noch töggelen.

05.07.06
Den Besuch ausgelassen.

06.07.06
Wieder kommt Evelin mit. Robert ist nicht gut beieinander. Er fragt, warum wir so spät kommen und dass wir ja zwei Autos haben, ich solle eines auf dem Parkplatz lassen. Wir kommen wieder nicht zum Spielen.

07.07.06
Um neun vor dem Verwaltungsgericht: Muss etliche Fragen beantworten, alles wird protokolliert. Für Robert wird das ein schwerer Schlag sein – ich hätte es gern verhindert! – Mariantoinette kommt mit zu Robert. Es scheint, dass er keine guten Tage mehr hat. Er wollte abhauen, den Koffer hatte er gepackt. Er hat mit zwei jungen Frauen abgemacht, dass sie ihn rauslassen. Dass sie ihm dann nicht geholfen haben, macht ihn ganz fertig! Er tut uns so leid! Er glaubt immer noch, woanders wird es ihm besser gehen. Mariantoinette schaut mit ihm das Liederbuch an, das ich ihm gestern gebracht habe und sie singen. Unterdessen gehe ich schnell ins Büro.

08.07.06
Robert ist im Bett. Dasselbe wie gestern: Er möchte nur weg! Und nun muss ich ihn auch noch einige Tage alleine lassen, weil ich nach Graz fahre.

Ich werde viel an dich denken und für dich beten. Adiós, Roberto, meine ganze Liebe ist bei dir – bis Donnerstag.

13.07.06
Robert ärgert sich über die Akten, die er vom Gericht bekommen hat!!! Bin froh ist Peti da, er beschwichtigt ihn. Dominique hat Mühe mit all den Patienten, und die Zwillinge sind lieber bei den Ziegen. Sie bleiben nicht lange, haben Robert Kirschen und Himbeeren gebracht. Nehme davon für mich mit.
Übrigens war Robert wieder ausgerissen. Peti hat mich in Graz angerufen. Montag früh war er in Arth bei Agi und Gusti! „Sie waren ganz komisch“, meinte er, „nur schon, bis mal wer runterkam.“ Zu trinken habe er nur lauwarmes Wasser bekommen!
Am Dienstag hat er um sieben Uhr früh bei Peti in Cham geklingelt. Der brachte ihn dann nach Steinhausen, Robert probierte mit einem Schraubenzieher die Türe zu öffnen. Wusste er nicht, dass ich nicht zu Hause war? Suchte er mich? Die Polizei holte ihn wieder ab. Pobre Roberto.

14.07.06
Robert hat grosse Mühe mit den Kopien des Protokolls! Helfen darf ich nicht, er ist geladen! Er liest mir vor, darf es nicht selber lesen; interessant! Verabschiede mich früher, das Zuhören machte mich müde, zumal er immer wieder dasselbe liest!

16.07.06
Robert sitzt im Foyer, ihm gegenüber die grosse Frau. Er will erst nicht mit mir ins Zimmer. Gebe ihm die saubere Wäsche und einen Kuchen. Er tischt mir die letzten Kirschen auf. Dann geht er schauen, ob er was zu essen kriegt, scheinbar hat er zu wenig Zmittag bekommen. In der Küche bekommt er einen Teller und auch was zum Trinken. Gehe dann auch in die Küche, um ein Messer für den Kuchen zu holen; aber so einfach geht das nicht! Die Pflegerin muss zuerst die Schublade aufsperren. Schade, der Kuchen ist noch gefroren. – Wir töggelen und gehen dann wieder ins Zimmer. Robert probiert Unterhosen an. Seine alten will ich mitnehmen – er zieht sie wieder an, und ich habe keine Lust, was einzuwenden. Er legt sich ins Bett. Wir reden über Geld: Wir sollen nicht sein Geld brauchen. Da er mich nicht versteht, wird er laut! Zähle ihm auf, was an Rechnungen zu zahlen ist, aber das interessiert ihn nicht. Ob ich John schon gesagt hätte, dass er nie mehr wegen dem Geld was sagen würde? Er lasse halt alles sein. Dann noch was wegen einem Computer, ganz komisch! Und wieder, dass er seine Zähne machen lassen wolle. Hätte noch viele Fragen an ihn, es geht nicht mehr. Wieder kommen mir die Tränen, es ist so schwer.

17.07.06
Evelin und ich fahren am Vormittag in die Klinik. Ein anderer Pfleger ist da, er gibt mir ohne Weiteres das Protokoll mit Roberts Aussagen, auch das Schreiben von Dr. Z.
Robert ist im Bastelzimmer, malt schöne Sachen: Sommervögel und anderes. Er kommt dann mit uns ins Zimmer. Er habe heute einen Zusammenbruch gehabt! Will oder kann uns nichts Genaueres darüber sagen. Evelin aktiviert sein Handy. Kein Dank! Er redet durcheinander. Evelin spielt mit ihm.
Nach dem Mittagessen liest Evelin mir das Protokoll vor und das Schreiben. Wundere mich und bin froh drum. Haben viel zu lachen, dabei ist es doch so ernst!

18.07.06
Robert habe Probleme mit dem Anziehen neuer (!) Sachen und mit dem Waschen! Ansonsten gehe es ihm gut, er könne allerdings seine Krankheit nicht annehmen! Könne es aber gut mit den Mitpatienten, besonders schön, wenn Robert mit ihnen singt! Auch Basteln gefalle ihm und neuerdings Backen und Kochenhelfen. Erstaunlich sei, wie Robert körperlich noch gut beieinander ist, fast ein Nachteil für ihn! Er sehe zwanzig Jahre jünger aus! Besserung werde es nicht geben, wir sollten ihm die Zeit, die er noch hat, so angenehm wie möglich machen, besonders ich als Ehefrau und die ganze Familie! Wir könnten mit ihm auch draussen spazieren gehen, ihn auch mal übers Wochenende nach Hause nehmen! Frage dann grad, ob ich morgen mit ihm spazieren gehen könne? Da muss abgeklärt werden, ob jemand Zeit hat, mitzukommen. Also nur schon das ist nicht so einfach. Dann zu Robert. Auf mein Klopfen sagt er ganz freundlich Herein! Später ärgert er sich über eine ältere Pflegerin, die ihm erklärt, warum ich nicht mit in die Küche gehen darf. So kann ich gehen.
Wie wunderschön der Zugersee ist!

tamatom und die berge

tamatom und die berge

tamatom und die berge

kinderbuch

5. band der tamatom-reihe
128 s. | ca. 70 sw-illustrationen von jacky gleich
14,8 x 21 cm | klappenbroschur
kwasi verlag 2017 || 16 fr. | 15 €
ab 10 jahren
ISBN 978-3-906183-25-1

rezensionen

Wer kennt sie nicht, die Momente, in denen Kinder nicht mit ihren Eltern wandern wollen? Klar wird beschrieben, mit welch widerwilligen Gefühlen Tamara die ersten Berge hochklettert, aber auch, wie es ihr langsam zu gefallen anfängt. Auch die Sorge um Jo wird fesselnd aufgezeigt. Ein Buch, das uns die Tücken der Berge näher bringt. Die Verweise auf vorangegangene Abenteuer von TamaTom machen Lust, auch diese Bücher zu lesen.
c. breitenmoser, kklick.ch

asperger

die tamatom-reihe gehört zu meinen frühen büchern, in denen das asperger-syndrom noch keine große rolle gespielt hat.
da tamara und tom mir als kind nicht unähnlich sind – tom wie ich war und tamara wie ich gern gewesen wäre –, gibt es gleichwohl einige bezüge, die asperger:innen liegen, etwa notwendige temporäre rückzüge, viel nachdenken und unkonventionelle lösungen.
als typisch für asperger:innen empfinde ich auch die feste freundschaft zwischen den beiden, an der auch gelegentliche (heftige) meinungsverschiedenheiten nicht rütteln.

 

tamatom und die berge

beschreibung

endlich sommerferien – und tamara muss mit ihren eltern in den tessiner alpen wandern gehen!
da ist schlechte laune programm, obwohl sich tom doch noch zum mitkommen entscheidet.
tatsächlich ist es auf der alp unglaublich schön. und tom hat eine riesenüberraschung für tamara!
doch dann geht eine schlammlawine nieder, und eine dramatische rettungsaktion folgt.
tamatom begreifen: der klimawandel betrifft auch uns.

ein spannendes buch über freundschaften, eigeninitiative, verlustangst und die wunder der natur.

leseprobe

Plötzlich geht eine Tür im Haus nebenan auf, und ein Mann kommt heraus. Er ruft ihnen durch eine große Lücke in der Mauer etwas auf Italienisch zu. Es klingt nicht besonders freundlich. Sie klettern auf der anderen Seite durch ein kaputtes Fenster und verziehen sich hinter die Häuser, wo sie entdecken, dass die Ebene sich noch viel weiter erstreckt. Eine große Wiese mit gelben und roten Blumen, durchschnitten von einem Bach, und ab und zu Felsblöcke eingestreut. Dahinter ein Streifen Wald, und über allem thronen die kahlen Berggipfel.
Tamara holt ihre Eltern. Tom entdeckt, dass der Bach sich mehrmals teilt und es sogar einen kleinen See mit glasklarem Wasser gibt. „Wie wunderschön hier“, haucht Mama.
„Wie bei Astrid Lindgren“, meint Tamara, „nur mit Berggipfeln.“
Ihre Eltern steuern einen großen, flachen Felsen an, der im Halbschatten einiger Bäume liegt, die Kinder ziehen ihre Schuhe aus, steigen in den Bach und folgen dem Lauf aufwärts. Bei jeder Verzweigung losen sie aus, auf welcher Seite sie weitergehen. An einer Stelle sagt Tom: „Hier ist es günstig, hier könnten wir eine Staumauer bauen.“
Tamara ist begeistert. Sie schleppen Steine und Äste herbei, heben Schlamm vom Bachbettgrund aus und bauen eine so dichte, hohe Staumauer, dass das Wasser nicht nur einen kleinen Stausee bildet, sondern über die Ufer tritt und die Wiesen wässert.
Erst als Mama sie in den Schatten ruft, merken sie, dass sie fast zwei Stunden gearbeitet haben. Zufrieden legen sie sich auf den Felsen und lassen sich Äpfel und Kekse schmecken.

illustrationen

gufidauns rückkehr

gufidauns rückkehr

gufidaun
martin und der außerirdische

kinderbuch

2. band der gufidaun-reihe
64 s. | 32 farbige illustrationen von jacky gleich
14,8 x 21 cm | hardcover
tulipan verlag 2012 || 13 fr. | 11 €
ab 7 jahren
ISBN 978-3-939944-90-4

rezensionen

„witzig und gerade richtig gefährlich“
st. galler tagblatt

„Gufidaun sorgt mit viel Freundlichkeit für gute Stimmung. Also ab ins Schaumschiff und durch die Geschichte gelesen, damit im Anschluss noch schön weiter fabuliert werden kann.“
lernklick.de

„mit einfacher Sprache in leicht lesbarem Druck und Kapitelform für geübte Leseanfänger konzipiert. Die temporeich und witzig erzählte Geschichte bekommt durch die kraftvoll in dunklen Farben hingeworfenen, grotesk karikierenden Illustrationen J. Gleichs weitere Dynamik. […] ein neuer, lustiger Titel für die Freunde von E. T. und anderen Allbewohnern.
ekz bibliotheksservice

„Die liebenswerte Gestalt des Außerirdischen wird Jungen wie Mädchen begeistern.“
tamar lindner, borromäusverein

„Die Geschichte wird kindgerecht erzählt, sie ist spannend und oft auch lustig.“
kijum aargau

„brandneu eine Fortsetzung dieser lustigen Geschichte.“
r. müller, kklick.ch

asperger

sich fremd fühlen, wie von einem anderen stern – das ist die grundlegende erfahrung, die wir aspies in unserer gesellschaft, ja allzuoft auch in der eigenen familie machen müssen. so ist gufidaun die urfigur des asperger-kindes!
dass er dabei alle emotionen zeigt und doch meist lustig und zuversichtlich bleibt, macht ihn zur idealen identifikationsfigur – und er darf unser vorbild sein.

 

gufidaun

der außerirdische kehrt zurück

beschreibung

gufidaun ist zurück! martin und sarah sind überglücklich, ihren außerirdischen freund wiederzusehen. aber gufidaun bringt schlechte nachrichten: ein riesiger meteorit rast auf die erde zu und wird sie zerstören! ob es den dreien gelingt, die erde zu retten?

eine witzige und super spannende geschichte über eine ungewöhnliche freundschaft, über ein missglücktes abendessen, eine rasante liftfahrt und eine zauberaufführung in der fußgängerzone.

leseprobe

Doch der Außerirdische antwortet etwas ganz anderes: „Erde ist in Gefahr. Muss meine Freunde retten.“
Martin bleibt der Mund offen stehen. „Waas? Warum? Was ist los?“
Gufidaun deutet mit dem Finger nach oben. „Sind Meteoriten unterwegsig. Stürzen auf Erde“, sagt er ganz ruhig.
„Echt?“ Martin überlegt, dann lacht er: „Quatsch, du trickst mich doch nur aus“!
Da hört er seine Mutter nach ihm rufen. „Achtung, Gufidaun!“, zischt er. „Du musst jetzt ganz still sein. Wenn meine Mama merkt, dass du lebendig bist, nimmt sie dich nicht mit!“

illustrationen

 

übersetzung

beide bände von gufidaun wurden übersetzt ins niederländische.